Cool Job Microsoft

Wie bewirbt man sich richtig? Nicht, dass ich darauf eine Antwort hätte. Aber ein Beispiel aus Schweden zeigt zu mindestens beispielhaft auf, wie es gehen könnte.

Hier die Geschichte:

Die Microsoft Kollegen in Schweden suchten einen kreativen Content Manager und schalteten ein entsprechendes Inserat. Darin verwendeten sie auch den hashtag #kuljobbmicrosoft (vulgo ‚cooljobmicrosoft‘). Sie staunten nicht schlecht, als sie ein E-Mail mit dem mysteriösen Absender “Kul Jobb Microsoft” erhielten, mit einer E-Mail Adresse von der Webseite www.kuljobbmicrosoft.se.

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Eine Bewerbung in Form einer Webseite. Und dazu ein Twitter und Instagram Account mit demselben handle – der bereits der Hiring Managerin und ihren Kollegen folgte. Da hat also wer seine Hausaufgaben gemacht, dachten sie. Die Krönung war jedoch, dass sogar Ads bei Suchmaschinen gebucht waren, die auf Microsoft IP-Adressen eingegrenzt waren (d.h. nur für Microsoft Mitarbeiter sichtbar). Also online targeting ohne Streuverlust.

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Das zeigte, dass der oder die Bewerberin viel Wissen und Eigenschaften für die Rolle mitbringt, eine gehöhrige Portion Kreativität besitzt, social media und Online Marketing versteht, weiß, wie man eine Webseite aufsetzt und Search Engine Marketing (SEM) anwenden kann. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für die Einladung zu einem Gespräch. Die der Kandidat auch bekam.

Im Zuge der Bewerbung stießen die HR Kollegen dann auch noch auf die LinkedIn Seite des Aspiranten. Und fanden ein sowohl vom Inhalt als auch vom Umfang eindrucksvolles Profil, in dem das aufrichtige Interesse an Microsoft durch einen post mit dem Titel „Microsoft interesting again“ unterstrichen wurde.

Und das Ende vom Lied? Steht im LinkedIn Profil von Erik ganz oben…

Connected Living 2025

Meine Mutter war und ist begeisterte Reader´s Digest Leserin. Und so kam ich bereits als Kind in Berührung mit diesen Mini-Büchlein im A5 Format, die monatlich einen sehr breiten Querschnitt an Themen lieferten. Und immer dabei – die Zukunftsgeschichten aus dem Wissenschaftsressort, die mehr oder weniger gewagte populärwissenschaftliche Blicke auf die nächsten Jahrzehnte erlaubten. Und irgendwann entdeckte ich am Dachboden die ganz alten Hefte, die aus den 60er Jahren. Mit den Geschichten, wie unsere Städte, Autos und Öffis im Jahr 2000 aussehen würden. Überall Magnetschwebebahnen, Druckkapseln, die die Fahrgäste wie eine Rohrpost durch die Stadt schießen oder Luftschiffe mit Ionenantrieb. Ich liebte sie. Manches davon ansatzweise Realität. Aber größtenteils völlig überzogene Science Fiction, wie wir es im historisch gnädigen Rückblick feststellen können.

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Doch so verhält es sich mit allen Arten von Ausblicken und Vorhersagen. Umso mehr, als es den Blick in die fernere Zukunft betrifft. Und in Umkehrung von Amaro´s Gesetz  denke ich, dass wir wohl auch immer dazu tendieren, zu überschätzen, was in 30 oder 40 Jahren tatsächlich möglich sein kann. Und gleichzeitig geradezu fahrlässig zu unterschätzen,  was in nur wenigen Jahren zu unumkehrbaren Weichenstellungen für unser zukünftiges Leben führen kann. Mit Technologien wie dem World Wide Web (WWW) oder dem Mobiltelefon hat es sich so verhalten.  Auch Cloud Computing ist gekommen um zu bleiben. Und mit dem Internet der Dinge und den Möglichkeiten von Big Data verhält es sich ebenso.

Aber wie werden diese Technologien tatsächlich unser aller Leben verändern? Weitaus weniger spekulativ erscheint mir hier der Ansatz einer repräsentativen Umfrage, über die ich kürzlich gelesen habe.

Der niederländische SIM Kartenhersteller Gemalto hat europaweit 1200 junge Erwachsene zu ihren Erwartungen an die digitale Zukunft befragt und die Ergebnisse in seiner Studie “Connected Living 2025” unlängst veröffentlicht. Gemeinsamer Tenor dabei war, dass die Vernetzung weiter zunehmen und digitale Technologien unser Leben noch schneller und umfassender durchdringen werden, als heute.

Etwa ein Drittel der Studienteilnehmer kann sich beispielsweise vorstellen, dass sich Smartphones über eine DNA-Erkennung entsperren lassen. Dass Mobiltelefone künftig mit einem Netzhaut-Scanner ausgestattet sind, halten sogar 43 Prozent für wahrscheinlich, und 44 Prozent glauben an die Gesichtserkennung. Immerhin setzt auch Windows 10 bereits auf die sogenannte Iris-Erkennung, die das Entsperren durch den Blick in die Kamera möglich macht und macht diese Technlogie damit einem Milliardenpublikum zugänglich.

Und wie stellen sich die Befragten die Smart City von morgen vor? Wie wird die Digitalisierung das Reisen oder unser Arbeiten verändern? Mehr Details dazu findet ihr im Original auf der Gemalto Seite (Download Studie und Infografik) und die Infografik auch am Blog von Michael Kroker, über den ich das aufgeschnappt habe.

Die Zukunft der Schrift: Windows Ink

Es sind fast immer – nein, eigentlich immer – die Kleinigkeiten, die eine Innovation im Anwendungsbereich erst überzeugend machen. Und plötzlich reden wir nicht mehr von Kleinigkeiten, sondern von entscheidenden Alleinstehungsmerkmalen eines Produkts. Eines davon ist für mich der Stift (digital pen) bei Windows Tablets geworden, der spätestens mit dem Surface Pro zum Hit geworden ist. Mit Windows Ink wurde nun auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz //build das nächste Kapitel dazu aufgeschlagen. 

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In einer Welt, in der jährlich Milliarden von Post-It Zettel verkauft werden und über 70% der Menschen mehr als eine Stunde am Tag ein analoges Schreibgerät verwenden ist es eigentlich auch naheliegend, die handschriftliche Notiz nun auch vollständig in das digitale Leben zu übertragen. Dies nicht zuletzt aus Produktivitätsgründen und als weiteres gutes Beispiel für eine Neu-Definition von Produktivität entlang der vielbeschworenen Digitalisierung der Welt.

Microsoft setzt nun dazu einen wesentlichen Schritt. Das kommende Windows 10 “anniversary” update wird alles rund um Stifteingaben und Handschrift unter “Windows Ink” bündeln und damit wird ab diesem Sommer jeder Windows 10 PC gleichermaßen auf Funktionen wie handschriftliche Überarbeitungen von digitalen Dokumenten aller Art, schnelle Notizen, händische Skizzen u.v.m. zugreifen können. Als eine Funktion des Systems werden auch alle Windows Anwendungen darauf zugreifen können.

Windows Ink Brings the Power of Windows to the Tip of Your Pen

Im sog. Windows Ink Workspace werden sich in Windows 10 alle Tools und Programme befinden, die mit dem Stylus zusammen funktionieren, darunter Sketchpad, Sticky Notes und Screen-Sketch. Um auf die einzelnen Anwendungen im Workspace zugreifen zu können, wird ein Klick auf den Stift-Button genügen.

Mit der digitalen Tinte werden auch Dinge möglich, die sich bis dato einer Tastatur und Maus versperrten – beispielsweise das Schreiben von mathematischen Gleichungen oder Musiknoten. Dabei spielt die automatische Schrifterkennung eine große Rolle. Die macht dann auch aus zittrigen und krummen Linien schöne gerade oder eben korrekte Wurzelzeichen oder Noten. Nicht nur Mathematikprofessoren und Gittaristen wie Kurt Söser werden das lieben…  

Um das Zeichnen einfacher und bequemer zu machen, wird es eine Reihe von Hilfsmitteln geben, so etwa auch ein virtuelles Lineal, das sich einblenden lässt, um Striche automatisch zu begradigen. Das funktioniert dann wie gesagt auch in allen Windows Anwendungen wie PowerPoint oder Adobe Illustrator. Bei der Nutzung des Lineals sticht eine weitere spannende Neuerung hervor: zukünftig sollen die Touch- und Stifteingabe simultan funktionieren. So ist es beispielsweise möglich, das Lineal mit der einen Hand an die richtige Stelle zu platzieren, und mit der anderen die Linie nachzuziehen.

W10-ruler

Eine weitere Besonderheit dabei ist, dass auch Microsofts digitaler Sprachassistent Cortana integriert ist: Scheibt man etwa eine Notiz wie „Morgen um 19 Uhr Treffen im Restaurant “ übernimmt Cortana diese direkt und erstellt daraus eine Outlook Erinnerung. Zeitliche Hinweise werden dabei farblich hervorgehoben.

Wer sich das “in natura” ansehen möchte, Windows Produktmanager Bryan Roper zeigte das auf der Build 2016 Konferenz in seiner unnachahmlicher Art her:

Alle weiteren Details dazu finden sich wie immer im Windows-Blog.

Holoportation. Beamen war gestern.

Und schon wieder eine Star-Trek Fiction mehr, die dem zarten Reich der Fiktion entrissen und brutale Wirklichkeit wird. Nach dem Communicator, der bereits die Motorola Klapptelefone aus den 90er Jahren inspirierte, dem Universalübersetzer, der gerade mit dem Skype Translator Gestalt annimmt und dem Replikator, der über den 3D-Drucker die Phantasien von Raumschiff Enterprise real werden lässt, fehlt eigentlich nur mehr das Beamen – auch Teleportation genannt.

Von der Microsoft-Entwicklerkonferenz #Build2016: HoloLens in Action.

Nun haben sich die Star-Trek Fans bei Microsoft auch diesem Problem gewidmet. Nicht zuletzt, um dieses interessante Betätigungsfeld nicht komplett Quantenphysikern wie dem (hochverehrten) Professor Zeillinger überlassen zu müssen. Und auch gleich mit entsprechend höherer Alltagstauglichkeit, als sich uns der derzeitige Stand des Beamens von Elementarteilchen darstellt. Aber damit vermische ich sowieso Äpfel mit Birnen. Was hat denn auch Grundlagenforschung mit Alltagstauglichkeit zu tun? Dafür gibt es ja die anwendungsorientierte Forschung, die als Brückenkopf zum innovativen Produkt fungiert. Und genau aus dieser Ecke gibt es Neues – aus dem Microsoft Labor für anwendungsorientierte Forschung. Und die Idee dahinter ist nichts geringeres als die Hologramme, die man aus SF Filmen kennt, zu echtem Leben zu erwecken.

Und damit sind wir wieder mal bei der HoloLens angelangt In diesem Blog habe ich schon öfters über das interessanteste Experimental-Produkt von Microsoft geschrieben – der Augmented Reality Brille HoloLens. Das spannende daran ist die Vermischung zwischen Realität und holografischer Projektion. Es wird damit nicht wie bei anderen Brillen eine komplette künstliche Realität erzeugt, sondern es werden holografische Objekte aus dem Computer auf die Netzhaut und damit in den realen Raum projiziert.

Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Wie zum Beispiel die der “Holoportation”, über die vor wenigen Tagen Microsoft Research mit globaler Aufmerksamkeit berichtete.

In dürren Worten erklärt: Die “Holoportation” ist eine neue Methode der Übertragung von menschlichen 3D Modellen, die erfasst, komprimiert und in Echtzeit an jeden Ort dieser Welt übertragen und rekonstruiert werden können. Im Verfahren ganz ähnlich wie es bei Raumschiff Enterprise mit Menschen passierte – doch deutlich ungefährlicher. Allerdings gehen die Möglichkeiten von HoloLens noch darüber hinaus: In der gemischten Realität können die Brillenträger auch einander sehen und mit weit entfernten Menschen so interagieren, als ob sie physisch anwesend wären. 

Anschaulicher wird es in dem Video dazu, das kurz vor Ostern veröffentlicht wurde: 

Ein Nachsatz zum Nachdenken: Was immer mit “Interaktion” zwischen Menschen möglich ist, wird auch ein potentieller Anwendungsfall für ein mögliches Produkt sein. Das erlaubt ein breites Spektrum. Dein Kommentar dazu?

PS. Eine Super Demo zu dem Thema gibt es auch als TED Talk von Alex Kipman:  https://www.ted.com/talks/alex_kipman_the_dawn_of_the_age_of_holograms#t-772381

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Wie man seinen OneDrive Speicherplatz behält

Die am 2.11. angekündigte Reduktion des kostenlosen Speicherplatzes von OneDrive von 15 GB auf 5 GB hat speziell in der Windows / Lumia Fangemeinde zu einer breiten Welle an Reaktionen geführt. Treue OneDrive Kunden, die heute gemeinsam mit dem camera roll bonus ihres Lumia Phone 30 GB zur Verfügung haben, mussten damit rechnen, entlang dieser Ankündigung zukünftig auf über 80% des bisherigen kostenfreien Volumens verzichten zu müssen.

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Microsoft ändert diese Entscheidung zwar nicht, bietet aber nun allen treuen Fans die Möglichkeit, ihre 15 GB bzw. 30 GB (mit camera roll bonus) aus der zukünftigen Reduktion auszunehmen. Dazu sind nur ein paar Klicks notwendig.

Auf der Webseite http://aka.ms/onedrivestorage kann sich nun jeder OneDrive Kunde bis Ende Jänner 2016 seinen Speicherplatz sichern.

Wie es geht, ist hier kurz beschrieben: 

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Nach dem Klick auf den Button erscheint ein Bildschirm mit den für Apps üblichen Fragen hinsichtlich der Zustimmung für den Zugriff auf Profilinformationen des Microsoft Kontos.

Und das war´s auch schon wieder, hier der Abschluss mit der Vollzugsmeldung.

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Ich kann das nur jedem OneDrive Anwender empfehlen. Bitte weitersagen! Am 1. Februar ist es zu spät…

Referenz: Post am User Voice Forum des OneDrive Blogs.

Operationen ohne Blut

Nach ergriffenem Staunen bei der ersten Vorstellung von HoloLens galt die Begeisterung über die neue VR Brille von Microsoft vor allem der technischen Innovation, die eindrucksvoll zeigte, was mit holografischen Projektionen möglich ist. Sie bietet in Wahrheit ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten, die viele unserer Lebensbereiche deutlich optimieren kann.

Nach und nach zeigt sich nun auch, welche Art von Business Innovationen damit möglich sind.

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