OneNote für Journalisten

Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich ein überzeugter und konsequenter OneNote-Anwender bin. Und dass nicht nur, weil es von Microsoft ist und ich bei Microsoft arbeite…

OneNote ist seit Jahr und Tag mein digitales Notizbuch, in dem ich multimedial (Text, Bilder, Video, Audioprotokolle, hyperlinks, etc.) und über verschiedenste Geräte und Plattformen arbeiten kann. Am PC, am Tablet oder am Smartphone genauso wie auf dem iPad, iPhone oder Android Gerät. Und auf dieser plattformübergreifenden Basis ist es auch ein tolles Werkzeug für Journalisten.

Das sehen auch Journalisten selbst so, wie beispielsweise der Chefredakteur bei nrwision, der dazu – unabhängig von Microsoft, wie er auch selbst betont – einen interessanten Blogbeitrag verfasst hat:

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https://www.nrwision.de/lernen/tv-wissen/onenote-fuer-journalisten.html

Hallo Windows? – Windows Hello!

Auch wenn der Personal Computer bereits seit 1981 so heißt, richtig persönlich sind diese Kisten bis dato nicht geworden. Gut, man kann den Hintergrund auf persönliche Fotos ändern, Designs anpassen, seinen Namen als Benutzer angeben – viel mehr aber auch nicht.

Die kommende Windows Generation wird hier deutlich weiter gehen. Nicht nur mit dem persönlichen Concierge namens “Cortana”, dem Sprachassistenten von Windows am PC, Tablet und Smarpthone. Auch mit der Anmeldung an das System wird es nun ein Stück persönlicher.

Das Zauberwort heißt “biometrische Authentifizierung” Und soll mittelfristig das Ende von Username und Passwort einläuten. So wird die neue “Windows Hello” Funktion in Windows-10-Geräten die Anmeldung per Gesichtserkennung, Iris-Scan oder Fingerabdruck möglich machen.

Dieses 4-min-Video zeigt, wie das funktionieren wird:

 

Referenz: http://blogs.windows.com/bloggingwindows/2015/03/17/making-windows-10-more-personal-and-more-secure-with-windows-hello/

Ist Microsoft von den Juden?

Um zu erklären, wie es zu dieser Überschrift kommt, muss ich ein wenig ausholen. Ich war diese Woche wieder einmal Lehrer für einen Tag. Jedes Jahr schwärmen am sogenannten “Safer Internet Aktionstag” zwischen 50 und 60 Microsoft Mitarbeiter an Wiener Schulen aus, um einen Dialog mit Schülerinnen und Schülern zu führen und Wissen zu vermitteln, wie man sich im Internet sicher bewegt, etc… So auch ich.

Ich betrete die Klasse. Es sind erst ein paar Kinder im Raum, da noch Pause ist und beginne, meinen Notebook an den Beamer anzuschließen. Ein Schüler tritt interessiert an den Tisch und fragt mich, woher ich komme. Ich erkläre ihm kurz das Warum meiner Anwesenheit und er denkt kurz nach, murmelt “Ah, von der Firma Microsoft sind sie…” um dann wie aus der Pistole geschossen zu fragen:

“Ist Microsoft nicht von den Juden?”

Ich sehe ihn mir genauer an. Er kommt mir auf den ersten Blick nicht besonders radikalisiert vor, sieht aus wie ein ganz normaler 12-jähriger Bub. Kein irrer Blick und vermutlich auch unbewaffnet… Aber warum fragt er mich das? Ist das bereits der zarte Beginn einer Karriere als Religionskrieger? Oder kommt das etwa aus der Ecke der Ewiggestrigen? Wäre ja auch möglich.

Ich frage ihn, wie er das meinte und von wo er das denn wisse? Ein Freund hätte ihm das gesagt, der wüsste das von seinem Vater – und der weiß das eben, antwortet er völlig standfest. Ich frage zurück, was es denn machte, wenn es so wäre? Nichts, meint der Bub, der da wohl schon das Glatteis wittert. Es hätte ihn halt einfach interessiert – und zuckt dabei  gleichgültig mit den Achseln.

Die anderen Schüler kommen mit der Lehrerin aus der Pause zurück und der Unterricht beginnt. Es bleibt mir keine Zeit mehr und erst nach den zwei Stunden im Klassenzimmer, am Nachhauseweg im Auto, erinnere ich mich wieder an diese merkwürdige Konversation.

Auch wenn ich nie erfahren werde, aus welcher Motivation der kleine Bub diese Frage stellte, so gab sie mir doch zu denken. Wie leicht sind Kinder in diesem Alter zu beeinflussen und für oder gegen eine Sache zu instrumentalisieren? In dem Alter werden auch schon die Kämpfer für die Intifada, Pegida oder andere “gerechte” Kriege rekrutiert und ihre formbaren Gehirne mit Parolen und Dogmen vollgestopft. Und das meistens von Personen aus der Familie und dem Vertrautenkreis. Was bleibt da noch als Kindheit über? Wie sollen sich da die Kinder vorurteilsfrei eine eigene Meinung bilden können?

Nun, ich für meinen Teil denke, dass sowohl Religion als auch Politik per se nichts im Klassenzimmer verloren hat – dafür aber umso mehr ethische und politische Erziehung.  

Alles begann mit Elefanten

Zum 10. Geburtstag von YouTube teile ich gerne diesen lesenswerten Beitrag der dpa Redaktion mit meinen Lesern. Es ist in der Tat erstaunlich, wie sehr YouTube unser tägliches Leben verändert hat; im Business haben inzwischen alle größeren Unternehmen einen eigenen YT channel (wie auch Microsoft Österreich) und im privaten kommt kaum mehr eine Party ohne diverse playlists aus YouTube aus.

Aber wie begann es eigentlich? 

Vor 10 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Youtube. Mittlerweile sind die Internet-Videos überall präsent, Youtube-Stars werden von ihren Jugendlichen Fans bestürmt. Doch zum 10. Geburtstag droht Youtube auch neue Konkurrenz.

Alles begann mit Elefanten. Das erste Youtube-Video zeigt zwei gemütliche graue Tiere im Zoo. Nach 18 Sekunden ist der Clip vorbei. Heute sind auf Youtube Millionen Elefantenvideos zu sehen, und dazu ziemlich alles andere, was Menschen in bewegten Bildern festhalten können. Die Webseite selbst gibt es nur wenig länger als das Elefantenvideo. Mitte Februar 2005 registrierten die Gründer Chad Hurley und Steve Chen die Seite Youtube.com und legten so den Grundstein für das Video-Imperium. Dieses Jahr wird Youtube 10 Jahre alt.

Fast jeder kennt die Youtube-Videos, die in den letzten Jahren zum Massenphänomen geworden sind. Auf Youtube tanzen Passanten zu Pharrell Williams «Happy» durch Städte, Feuerwehrleute zappeln beim «Harlem Shake», junge Menschen zeigen anderen jungen Menschen, wie man Nudeln kocht, eine Kokosnuss schält, das nächste Level bei Minecraft erreicht oder den perfekten Lidstrich zieht. Unter Jugendlichen ist die Plattform das beliebste Online-Angebote überhaupt: 30 Prozent der 12- bis 19-Jährigen nennen Youtube als eine der Webseiten, die sie häufig nutzen. (Auf Platz zwei folgt Facebook.)

Für Jugendliche sind die Videomacher die neuen Stars. Millionen Abonnenten verfolgen die Videos von bekannten Youtubern. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es eine Handvoll dieser Stars mit hunderttausenden Fans, darunter Ratgeber Sami Slimani, die singenden Zwillinge DieLochis, Videospieler Simon Unge oder die Modebloggerin Daaruum.

«Youtuber sind oft Vorbilder, sind bester Kumpel, großer Bruder und Ersatzelternteil in einem», sagt Mirko Drotschmann. Der 28-Jährige erklärt in seinen Videos als «MrWissen2go» aktuelle Themen und hilft bei Schulaufgaben. Jugendliche fühlen sich den Youtubern näher als Popstars oder Fernsehschönheiten, sagt er. «Die Youtube-Stars sind eher Leute von nebenan, das spielt eine ganz wichtige Rolle. Die sind wie ihre Zuschauer.»

So kommt es, dass die Jugendlichen ihre Youtube-Lieblinge auch um Rat im Alltag fragen. «Wir bekommen sehr viele persönliche Mails», sagt Lamiya Slimani. Sie ist die Schwester von Sami Slimani und selbst erfolgreiche Videomacherin mit mehr als einer halben Million Fans. «Das ist eine Riesen-Verantwortung.»

Manche Youtuber sind so bekannt, dass sie mit ihren Videos Geld verdienen. Sie bekommen einen Teil der Einnahmen aus Werbung, die vor und während ihrer Videos angezeigt wird. Andere wollen auch den Offline-Markt erobern: Die drei Slimani-Geschwister haben etwa ein Buch auf den Markt gebracht. Andere Youtuber halten Produkte in die Kamera oder arbeiten mit Unternehmen zusammen. In Deutschland rief das bereits die Medienaufsicht auf den Plan, die in einem Fall prüfte, ob das Anpreisen als Schleichwerbung zu werten sei.

Das zeigt: 10 Jahre nach der Gründung ist Youtube auch ein Milliarden-Geschäft geworden. Unternehmen wollen über die Youtube-Stars junge Käufer erreichen und rangeln um den nächsten viralen Hit im Netz. Edeka landete so einen Treffer mit dem «Supergeil»-Spot, in dem Schauspieler Friedrich Liechtenstein singend Lebensmittel anpreist («Es ist supergeil, supergeil»).

Andere Firmen versuchen, ihre Anzeige wie ein Nutzervideo aussehen zu lassen. Das geschah bei dem schwarz-weiß Video «First Kiss», in dem sich Fremde zum ersten Mal küssten. Millionenfach geteilt, entpuppte sich der Clip schließlich als Werbung für eine Kleidungsmarke. Das verletzt die oberste Youtube-Regel: Sei du selbst. Ehrlichkeit sei wichtig, sagt Nilam Farooq alias Daaruum, eine der erfolgreichsten deutschen Youtuberinnen. «Wenn du das lange machen willst, merken die Leute sehr schnell, ob du dich verstellst.»

Dabei geht es auf Youtube nicht immer freundlich zu. «Die Kommentarkultur auf Youtube ist nicht so ganz Knigge-konform», gibt Youtuber Dortschmann zu. Er startete jüngst mit anderen Videomachern eine Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit – auch wegen rassistischer Kommentare unter den eigenen Filmen. Auch an anderer Stelle rumort es: In Deutschland streitet Youtube sich seit Jahren mit der Verwertungsgesellschaft Gema über die Vergütung für Musikvideos. Viele bekannte Clips werden deswegen hier nicht angezeigt.

Youtube hat Videos im Internet zum Massenphänomen gemacht, doch zum 10. Geburtstag wächst die Konkurrenz. Denn immer mehr Nutzer filmen und teilen Videos. Auch andere Firmen wollen davon profitieren.

Facebook hat seine Videofunktion ausgebaut. Das Netzwerk ermutigt seine Nutzer, Videos gezielt zur Verbreitung auf Facebook zu filmen.

Mit 1,3 Milliarden Mitgliedern ist Facebook eine ernstzunehmenden Konkurrenz für Youtube. Auch andere Online-Dienste wie Twitter oder Instagram bauen ihre Videofunktionen aus. Youtube selbst arbeitet daran, mehr Geld zu verdienen: Die Werbemöglichkeiten auf der Plattform sollen weiter ausgebaut werden.

Quelle: dpa, Jessica Binsch

Neues Update macht OneDrive zum ultimativen Fotoalbum

Über die “3-screen” Strategie von Microsoft habe ich ja schon des Öfteren geschrieben. Die Idee dahinter ist die des “roaming content”, also von Inhalten, die sich über alle Bildschirm- bzw. Gerätetypen hinweg gleichermaßen und schön formatiert abrufen lassen. So auch beispielsweise Fotos.

Mit der Ankündigung von Windows 10 letzte Woche wurde ein weiterer Schritt entlang dieser Strategie gesetzt – und auch klar, dass speziell das Themengebiet Fotos viele Neuerungen aufweisen wird – beispielsweise, dass es eine automatische (und auch abschaltbare!) Verbesserungsfunktion für Bilder geben soll, die gleich mal richtig nachbelichtet und rote Augen entfernt. Das erspart schon mal einigen Aufwand vor dem Herzeigen.

Der Cloudspeicher OneDrive ist dabei die Webplattform dahinter, über die die Speicherung von bzw. Ausspielung auf die unterschiedlichsten Gerätetypen wie Smartphone, Tablet, XBox oder PC funktionieren wird.

Die vor wenigen Tagen angekündigten Updates machen nun aus OneDrive endgültig die ultimative Schaltzentrale für das Ansehen, Bearbeiten, Ablegen und Teilen der eigenen Fotos. Suchen und Finden von Fotos wird über die integrierte Technologie von Bing einfacher, schneller und treffsicherer werden.

Die Neuerungen im Einzelnen:

  • Einfaches Kuratieren von Fotos, egal aus welcher Quelle

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Für den Upload vom Smartphone aus bietet OneDrive bereits für Windows Phone, Android und iOS die Möglichkeit, alle erstellten Fotos automatisch hochladen zu lassen.
Innerhalb des nächsten Monats wird das auch von Windows 7 und Windows 8.1 aus möglich sein. Dabei wird ein spezieller “Foto-Import” Ordner angelegt, in dem alle Bilder landen, auch die von angesteckten USB-Sticks und externen Festplatten (natürlich individuell konfigurierbar). Auch Screenshots wie auch E-Mail Anhänge aus dem Postfach von Outlook.com werden sich auf diesem Weg automatisch nach OneDrive sichern lassen. Und damit auch sicher genug Platz dafür vorhanden ist, wurde das Volumen des kostenlosen Datenspeichers für Fotos auf 30 GB erhöht – was ca. 12.000 Fotos entspricht und das eigene Smartphone deutlich entlasten kann.

  • Eigene Ansichten über virtuelle Alben definieren

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Ähnlich wie OneDrive bereits heute eine chronologische “Alle Fotos” Ansicht anbietet, welche Fotos aus allen unterschiedlichen Unterordnern und Verzeichnissen anzeigt, wird es bald die Möglichkeit geben, eigene virtuelle Alben anzulegen.

Mit dem neuen Album-Feature können eigene Bilder- und Video-Sammlungen aus verschiedenen OneDrive-Ordnern zusammengestellt werden. Dabei bleiben die Fotos dort gespeichert, wo sie sind und werden nur virtuell zum Zweck der Ansicht oder Bearbeitung zusammengeführt – also keinerlei Datenexplosion zu befürchten. Und natürlich lassen sich diese Alben auch mit anderen teilen, die dann dieselbe Sicht darauf auf ihrem Desktop, Smartphone oder Tablet haben.

  • Fotos leichter finden, taggen und kategorisieren

Um schließlich Fotos auch sehr einfach finden zu können, wird die eigene Bildersammlung mit Hilfe der Technologie von Bing künftig durchsuchbar. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Suche nach Aufnahmedatum, Ort oder automatisch bzw. manuell hinzugefügten Schlagworten (Tags). Wie bei der echten Bildersuche von bing werden die Fotos auch nach ihrem Inhalt indexiert, so dass man z.B. nach “Strand”, “Katze” oder “Sonnenuntergang” suchen kann.

Auf Wunsch wird OneDrive über die o.a. Funktionen auch automatische Bildersammlungen erstellen können und diese auf Wunsch auch per Mail zusenden. Ein Beispiel dafür sind sog. “Weekend Recaps”, d.h. ein Mail am Montag mit den besten Schnappschüssen vom Wochenende, um sie sich nochmals ansehen zu können oder sie vielleicht auch mit seinen Freunden zu teilen (s. Bild oben).

Die Updates werden dieser Tage durchgeführt und für iOS, Android und Windows Phone gleichermaßen verfügbar sein.

Quelle: OneDrive Blog

Wenn der Support Mitarbeiter zweimal klingelt

Seit dem letzten Herbst kursieren in vielen Ländern Europas betrügerische Telefonanrufe, die von vorgeblichen Microsoft Support Mitarbeitern stammen. So auch in Österreich.

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Das Ziel des Trickbetrugs ist auf den ersten Blick immer dasselbe: Dem leichtgläubigen Opfer Geld herauszulocken. Die Methode, die dafür benutzt wird, ist allerdings einen zweiten Blick wert und erinnert an die bereits legendären Hütchenspieler, die ihren leichtgläubigen Opfern an den Strandpromenaden Europas mitunter respektable Geldbeträge abluchsen.

Der Trick ist da und dort “Social Engineering”. Der Begriff bezeichnet eine Vorgehensweise, bei der die Schwachstelle Mensch ausgenutzt wird. Der Computer ist nur ein Beiwerk, ein Hilfsmittel für den Betrug. Dies auch gemäß der statistisch gut abgesicherten Tatsache, dass sich die meisten Sicherheitsprobleme am PC zwischen Tastatur und Stuhl befinden Zwinkerndes Smiley

Aber die Menschen sind nun mal leichtgläubig, – das musste bereits Jesus bemerken, wie wir dem neuen Testament entnehmen können. Da ruft also ein wildfremder Mensch unverlangt am Telefon an und gibt sich als Mitarbeiter einer bekannten Firma aus und schon werden alle angeborenen oder anerzogenen Schutzbarrieren (“Lass Dich nicht von Fremden ansprechen” etc.) heruntergelassen und der Hausverstand einfach abgeschaltet.

cyber criminal imageWobei hier natürlich auch sehr perfide vorgegangen wird und alles am Anfang irgendwie schlüssig klingt. Meist wird ein angeblich dringendes Problem vorgebracht, das nur durch den sofortigen Zugriff auf den Computer behoben werden kann. Und im weiteren versucht dann der mutmaßliche Supportmitarbeiter, das Vertrauen des Nutzers zu gewinnen und diesen dazu zu verleiten, ihm vertrauliche Informationen über seinen Computer zu geben.

In einem aktuellen Fall, der erst vor wenigen Tagen an uns zugetragen wurde, hatte ein Kunden unter anderem folgende Fragen an uns:

“Was sehr verwunderlich ist, dass der Anrufer die Windows-Lizenznummer gekannt hatte. Konkret hat er der Gattin meines Chefs gesagt, wie sie zur Windows-Lizenznummer kommt und hat ihr dann die richtige Lizenznummer gesagt.”

“Wie konnte der Anrufer die Verbindung von angerufener Festnetznummer zur richtigen Windows-Lizenznummer herstellen?”

“Kann es sein, dass er den Computer gehackt hatte?”

Hier nun der Trick:

Der angebliche Microsoft Support Mitarbeiter hatte nicht den Lizenzschlüssel zum Computer der Anwenderin. Er hatte vermutlich gebeten, ein Command Prompt (CMD.EXE) auf den Computer zu öffnen und darin den Befehl ‚assoc‘ einzutippen. Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus:

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Er wird dann die Daten der CLSID als Lizenzschlüssel genannt haben. Es handelt sich dabei um einen ‚unique identifier‘ der in der Windows Registry für File Extension Zuordnungen gefunden wird. Diese CLSID ist auf allen Computern gleich und wird von Cyberkriminellen als angeblicher Lizenzschlüssel hergenommen. So wurde der Dame erfolgreich vorgetäuscht, dass der Anrufer tatsächlich von Microsoft ist, damit eine Vertrauensstellung erreicht und der Betrug konnte in seine nächste Phase – die Geldabschöpfung – gehen.

Wobei es bei diesen Fake-Anrufen natürlich unterschiedlichste Schattierungen gibt. So wird beispielsweise in der aktuellen Ausgabe von TV-Media bzw. E-Media ein Fall geschildert, in der eine “Amanda vom Microsoft Support” wegen vermehrter Fehlermeldungen bei einer österreichischen Anwenderin anruft und ihr Gerät gerne zwecks Verbesserung untersuchen möchte. Die Anwenderin gibt daraufhin ihre IP Adresse bekannt, lädt das für Fernzugriff notwendige Programm Team-Viewer herunter und gibt im weiteren der angeblichen Microsoft Mitarbeiterin vollen Zugriff auf das System. Viel zu spät wird sie misstrauisch und viel zu spät fällt ihr auf, dass sie dem Microsoft Support niemals eine Telefonnummer gesendet hat. Nachdem sie sich weigert, Amanda ihre Kreditkartendaten für die Bezahlung des Services zu geben und das Gespräch beendet wird, ist es auch tatsächlich schon zu spät. Der Computer ist versperrt und eine halbe Stunde später will Western Union wissen, ob sie wirklich 300 EUR auf ein indisches Bankkonto überweisen möchte. Wer wissen möchte, wie die Geschichte ausgegangen ist, muss sich ein E-Media kaufen… Zwinkerndes Smiley

Wer also einen solchen Anruf bekommt, sollte sehr skeptisch sein und seinen Hausverstand gebrauchen. Konzerne rufen nicht unaufgefordert bei PC Anwendern an. Wenn Sie also einen unerwarteten Anruf von jemandem erhalten, der behauptet vom Microsoft Tech Support zu sein, legen Sie auf. Wir tätigen diese Art von Anrufen nicht!

Mehr dazu auch auf der entsprechenden Microsoft Webseite: http://www.microsoft.com/de-de/security/online-privacy/msname.aspx

  

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Kampf der E-Mail Flut

Das englische Wort “Clutter” steht für Durcheinander und Wirrwar. Zwei Bezeichnungen, die für mein E-Mail Postfach vollumfänglich zutreffen. Vielleicht auch für Ihres?

Outlook kann dabei schon heute helfen – mit den automatischen Regeln beispielsweise, die Mails nach frei bestimmbaren Kriterien wie Absender oder Thema in Ordner oder Archive verschiebt und damit den Blick auf die Inbox etwas freier macht. Allerdings ist das auch etwas starr, denn es ist ja damit noch nichts darüber gesagt, ob ich eine Mail gerade brauchen kann oder nicht.

Ein neues Tool von Microsoft namens “Clutter” soll hier weiter gehen und im Gegensatz zum statischen Abarbeiten von Regeln mit maschineller Intelligenz mitdenken.

Es merkt sich beispielsweise, welche E-Mails gelesen werden und welche nicht. Als Ergebnis werden mir nur noch die Nachrichten im Posteingang angezeigt, die für mich relevant sind. Der Rest wird nicht gelöscht, sondern in das Verzeichnis “Unwichtige Elemente” einsortiert.

Wichtig ist: Clutter lernt durch mein Verhalten. Sollte sich unter den verschobenen Mails doch mal eine relevante Nachricht befinden, kann ich sie per Klick in den Posteingang zurückholen. Der Algorithmus von Clutter registriert das, lernt daraus und bietet mir künftig die Mails wieder da an, wo ich sie brauche.

Was Clutter kann und wie integrierte E-Mail-Kommunikation im Unternehmen aussehen kann, erklärt mein Kollege Thorsten Hübschen, verantwortlich für das Office Geschäft bei Microsoft Deutschland, in diesem Artikel.

Dabei pflichte ich Thorsten bei: Nach dem Einrichten dieses intelligenten Dienstes wird „Cluttern“ bei jedem Outlook-Nutzer zum Handwerk gehören!