Und ewig grüßt Alpbach

Jedes Jahr – so regelmäßig wie der Zug der Lachse zu ihrer Geburtsstätte – zieht es Österreichs Top-Manager, Politiker und akademische Würdenträger am Ende der Sommerpause in das kleine Tiroler Bergdorf. Um etwas zu machen, was sie eigentlich auch in Wien machen könnten: sich zu treffen und auszutauschen, ein Gläschen miteinander zu trinken, nach Herzenslust zu netzwerken – und nebenher auch ein paar interessanten Vorträgen und Podiumsdiskussionen im Kongresszentrum zu lauschen. Immerhin sind da manchmal sogar Nobelpreisträger dabei, also lässt man sich da schon auch mal anschauen.

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Es ist ein wenig wie am Schulanfang, wenn man nach der Ferienzeit wieder die bekannten und teils sommergebräunten Gesichter der Vorjahresklasse sieht (außer natürlich man dreht eine Ehrenrunde…). Man hat sich viel zu erzählen, tauscht Anekdoten aus dem Urlaub aus oder spekuliert gemeinsam, wer der nächste Finanzminister wird. Einfach schön.

Und damit ist auch schon halb die Frage beantwortet, warum das Ganze knapp 5 Autostunden von Wien entfernt in einem entlegenen Alpendorf stattfinden muss. Alpbach ist einfach die perfekte Kulisse für eine Spätsommerklausur. Ein Rückzugsort, der auch optisch der gestressten Managerseele dem Alltag zu entfliehen hilft. Und nebenbei liegt das idyllische Alpbach mit exakt 1.000 Meter Seehöhe bereits in der “Du-Wort-Zone”, was den persönlichen Umgang mitunter zusätzlich erleichtert.

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Das inoffizielle Programm ist daher mindestens so wichtig wie die offizielle Agenda. Alpbach besteht förmlich aus “Sidemeetings”, die mehr oder weniger treffsicher rund um das Vortragsangebot im Kongresszentrum gelegt sind. Ich habe es sogar einmal geschafft, die gesamten Wirtschaftsgespräche auf Europafrühstücken, Kamingesprächen, Presseterminen, Arbeitskreisen (die finden in der örtlichen Hauptschule statt), Abstimmungsmeetings auf Gasthofterrassen und Abendempfängen zu verbringen ohne auch nur eine Minute im Kongresszentrum gewesen zu sein. Irgendwie auch schade, wenn man sich die mitunter sehr gute Besetzung der Vortragsrunden und Diskussionen vergegenwärtigt.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt, ja fast ein Charakteristikum von Alpbach ist die von den Veranstaltern bewusst herbeigeführte Begegnung zwischen arrivierten “Silberrücken” der Wirtschaft und jungen Hoffnungstalenten der Generation-Y. Damit wird Alpbach auch zu einer Art alpinen Jobbörse, die Ihresgleichen sucht. 

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Auch wir bei Microsoft haben das erkannt und veranstalteten dieses Jahr bereits zum zweiten mal ein Kamingespräch mit dem Club Alpbach NÖ, welches dem Dialog zwischen mutmaßlichen “High Potentials” und dem Top Management von Microsoft Österreich gewidmet war. Neben Employer Branding bedient dies auch die langfristige Zielsetzung, das Durchschnittsalter unserer Organisation zu reduzieren.

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Dementsprechend war auch das Thema unseres diesjährigen Arbeitskreises gewählt: “Clash of Generations – Unternehmenskulturen am Prüfstand der neuen Welt der Arbeit”. Ursprünglich wäre ja auch VP Außenminister Sebastian Kurz bei uns dabei gewesen. Der ist jedoch nur einen Tag vor dem Rücktritt Spindeleggers an Sommergrippe erkrankt (..) und fiel aus. Wir waren aber auch ohne den VP-shooting-star proppenvoll. Hier eine Nachlese zum Microsoft Arbeitskreis und hier der Link zu den Bildern dazu.

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Beim Kaffee auf der Terrasse des Böglerhofs – dem mehr oder weniger heimlichen Zentrum des Forum Alpbachs – habe ich dann auch mit Georg Obermeier die  Wirtschaftsgespräche ein wenig resümiert, ob es den Aufwand wert sei, ob wir nächstes Jahr wieder dabei sein werden. Und sind damit verblieben, dass wenn es Alpbach nicht gäbe, wir es wohl erfinden müssten. 

Feldstärken

Nachdem Lumia Smartphones in der Vergangenheit bereits durch Blitze, Tanzen oder einer Rüstung aus Solarpanels aufgeladen wurden, haben wir uns nun angesichts der europaweiten Gemüseüberschüsse insbesondere der Kartoffel- und Apfelberge angenommen und das sogenannte “Electric Potatoe Acid” Experiment gestartet.

Auch wenn es bis zur Marktreife dieses “Organic Wireless Charger” noch etwas dauern wird, ist zumindestens einmal das Experiment dazu gelungen: Ein Lumia 930 wurde mit 800 Kartoffeln und Äpfeln aufgeladen und kann damit der bisherigen Reihe an alternativen Ladetechniken (Dr. Windows hat dazu auch noch ein paar andere Videos auf seinem Blog) hinzugefügt werden.

Natürlich sind sofort Kritiker auf den Plan getreten, die hier eine presumptive Verschwendung von Gemüse orteten. Dem möchte ich entgegenhalten, dass

  1. europaweit Millionen von Tonnen nicht perfekt gekrümmten Gemüses noch bevor es in die Supermärkte kommt, aussortiert und weggeschmissen werden (man möchte ja nicht mit außerhalb der Norm ausgebeulten Kartoffeln die Preise verderben) – und
  2. im Dienste der Wissenschaft auch Opfer zu machen sind ;-)

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Und hier nun das Video zum Experiment:

Skype wird zum Dolmetscher

Mit jemandem skypen, der nicht die gleiche Sprache spricht? Das soll künftig kein Problem mehr sein: mit einer Echtzeit-Übersetzungsfunktion, die Microsoft kürzlich auf der re/code conference in Los Angeles gezeigt hat.

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Was so einfach und selbstverständlich klingt, geht auf eine Vision von Kommunikation, Maschine Learning und Spracherkennung zurück, von der wir Menschen seit den ersten Star-Trek Folgen träumen, in denen der Universalübersetzer simultan zwischen Captain Kirk und den Klingonen vermittelte.  Genau von diesem Traum sprach Satya Nadella auf der re/code – nachzulesen im Official Microsoft Blog.

Auf der von Walt Mossberg und Kara Swisher initiierten Konferenz (ehemals Wall Street Journal/All Things D’s D Konferenz) kündigte der Microsoft CEO eine neue Ära des „more personal computing“ an.

Der Skype Translator ist ein Beispiel dafür. Gespräche und Video-Telefonate werden damit live und in Echtzeit in 40 Sprachen übersetzt. Eine erste Betaversion soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden und für möglichst viele Betriebssysteme und Apps realisiert werden, sagte Satya Nadella, wie auch der Technologie-Blog "TechCrunch" berichtete.

Skype, Echtzeit-Übersetzungsfunktion

Während der Vorstellung führte Skype VP Gurdeep Pall ein Videotelefonat mit meiner deutschen Kollegin Diana Heinrichs. Der Skype-Translator übersetzte dabei das Englische mit kurzer Verzögerung ins Deutsche. Auch wenn es vom Deutschen ins Englische noch stellenweise in der Grammatik holperte und einige Lücken bei Vokabeln und der korrekten Satzstellung zu bemerken waren, funktionierte die Übersetzung vom Deutschen ins Englische hingegen einwandfrei.

Microsoft teilte mit, dass die Beta-Version des Skype-Translators noch in diesem Jahr als Windows 8 App veröffentlich werden soll.

Hier das Video dazu.

Weitere Informationen:
Microsoft Research Hintergrundartikel

Backstage Microsoft Österreich

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Ja, so kennt man Microsoft Österreich. Modern. Schick. Effektiv. Nichts anderes würde man auch von einer Niederlassung eines globalen Technologiekonzerns erwarten.

Wer allerdings schon einmal bei uns auf Besuch war, hat vielleicht auch den kleinen japanischen Garten bemerkt, der an die Terrasse der Cafeteria angrenzt. Er ist von allen Seiten eingeschlossen und bildet so eine winzige grüne Oase inmitten des vorherrschenden Beton und Glas am Euro Plaza Gelände am Wienerberg.

“Perfekte Bedingungen für eine Familiengründung”, dachte sich ein Entenpaar und nistete sich flugs im Microsoft Garten ein. Und rechtzeitig zum Osterfest war es dann soweit und die frischgebackene Familie konnte bereits ihren ersten Ausflug am Ententeich wagen.

 MSFT-Entennachwuchs-2014

MSFT-Entennachwuchs-Mutter-Vater-Kinder-2014

Wir haben sie bereits in unser Herz geschlossen :-)

Jetzt stellt sich nur mehr die spannende Frage, wie wir sie nennen sollen?

 

 

Der heilige Gral

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Was Insider gerne als “heiligen Gral” bezeichnen, soll nun bald Realität werden. Anlässlich der Build Entwicklerkonferenz kündigte Microsoft CVP David Treadmill die sogenannten “Universal Apps” für das Windows Ecosystem an.

In anderen Worten: Entwickler sind nun in der Lage, mit dem Erstellen einer einzigen App gleich vier Plattformen – PC, Tablets, Smartphones und XBox One – gleichermaßen zu bedienen. Möglich wird das durch eine gemeinsame Windows Codebasis für alle Systeme, die sog. Windows Runtime, die nun auch für Windows Phone 8.1 kommt. 

Schreiben kann man solche Windows-universellen Projekte in unterschiedlichsten Programmiersprachen mit Visual Studio 2013 Update 2 Release Candidate. Entwickler können dabei laut Microsoft rund 90 Prozent identischen Code, ein Packaging-System und ein gemeinsames User Interface verwenden. Entwickler sind darüber hinaus auch in der Lage, innerhalb ihrer App für jeden Gerätetyp eine maßgeschneiderte Darstellung zu definieren.

Das ist etwas, was Apple oder Android bis dato nicht behaupten können und wird laut Analysten frischen Wind in die gegenwärtige Verteilung der App Plattformen bringen.

Auch wenn Microsoft bis jetzt noch keinen Universal App-Store angekündigt hat, sehen viele das bereits am Horizont. Was jedoch bereits möglich ist, sind sog. “shared app identities”, also beispielsweise der Kauf einer App für eine bestimmte Plattform und die weitere Nutzung auf allen anderen Plattformen ohne die Notwendigkeit, die App erneut zu erwerben. Dasselbe gilt analog auch für In-App Käufe.

Mehr dazu: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Universal-Apps-fuer-Windows-und-Windows-Phone-2160982.html

Update: Einige Universal Windows apps, die es bereits gibt…

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Microsoft reloaded

Was ist nur mit Microsoft los? Wo ist die Firma geblieben, deren einziges Mantra die hauseigene Windows Plattform war? Wo ist nur Steve Ballmer geblieben, der noch Linux mit einer Krankheit verglich und über das neu erschienene i-Phone witzelte?

Die Firma gibt´s noch. Der Rest ist Geschichte. Und der neue CEO, Satya Nadella, definiert die bisherige Strategie neu aus. Denkt die auf Mobilität und Cloud Services basierende Generallinie einfach auf andere erfolgreiche Plattformen wie iOS oder Android weiter – und bringt konsequenterweise Produkte wie OneNote für den Mac oder Android Smartphones raus.

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Und letzte Woche dann der bereits seit längerem erwartete Paukenschlag mit Microsoft Office für Apples iPad. Seit ein paar Tagen gibt es nun auch Word, Excel und PowerPoint im App Store von Apple. Und damit erweitert Microsoft auch schlagartig den Markt für sein Office Produkt um ein Vielfaches. Schöne Aussichten, die auch die Fantasien der Analysten an der Börse beflügelte und zu einem “Alltime-High” der Microsoft Aktie führte.

Microsoft holt damit seine Kunden dort ab, wo sie bereits sind. In einer zunehmend mobilen Welt, die sich auf einer breiten Varianz an Geräten und Plattformen abspielt. Einer Welt, die Software bzw. Programme nicht mehr an ein bestimmtes Gerät bindet, sondern als Service über die Cloud beziehen lässt. Und das über alle Lebensbereiche – egal ob es sich dabei um berufliche, private oder persönliche Agenden dreht.

Vertrauen und Medienkompetenz sind dabei wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg. Vertrauen in die Integrität der dahinterliegenden Cloud-Dienste und der sichere Umgang des Einzelnen damit. Nur aus dieser Paarung entsteht auch eine nachhaltige Wertschöpfung, die deutlich über den Möglichkeiten der noch vorherrschenden PC-zentrierten Welt liegt.

Sich von der aktuellen Datenschutzdiskussion zu stark ins Bockshorn jagen zu lassen wäre allerdings ein Schuss in den Ofen. Sie sollte vielmehr Anlass zum Nachdenken und bewusstem Umgang mit Daten sein. Die Suche nach der 100%ig sicheren Lösung wird niemals erfolgreich sein, nicht zuletzt weil nichts  und niemand das für sich in Anspruch nehmen kann. Aber man kann das Beste daraus machen und den erzielbaren Nutzen mit den möglichen Risken in eine gemeinsame Gleichung bringen – und so habe ich auch den Blogeintrag von Tobias Höllwarth, Präsident der EuroCloud, verstanden, der das in seinem gestrigen Blogeintrag “Grillen im Freien gehört verboten” sehr anschaulich mit Vergleichen aus dem Alltag thematisierte.

Der Vater von Surface kommt nach Wien

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Der Director of Design und damit Vater des ersten Microsoft Tablets Surface begibt sich in seiner Keynote am Microsoft Day mit den Besuchern auf eine Zeitreise – von der Entwicklung des Surface bis hin zur perfekten Symbiose von Hardware und Software.

Wer mag, kommt am 8.4. in die Hofburg und kann im Rahmen der Surface Ausstellung auch mit ihm persönlich ins Gespräch kommen.

Groene ist Design Director der Surface-Abteilung bei Microsoft. Gelernt hat das Deutsche erst bei VW, ging dann in die USA und arbeitete für die unterschiedlichsten Design-Firmen und -Auftraggeber, bevor er nach einem Projekt für Microsoft direkt nach Redmond wechselte und das Projekt Surface von Anfang an betreute und maßgeblich dafür mitverantwortlich ist. Davor hatte er sich zum Beispiel die ebenfalls sehr erfolgreiche Arc Touch Mouse ausgedacht – mit der ich bis heute sehr gerne arbeite.

Groene hat einiges zu erzählen, hier als Vorgeschmack ein Video, das letzten Oktober in Berlin aufgenommen wurde sowie hier der Link zum WebStandard Interview, das im Juni letzten Jahres via Lync Konferenz geführt wurde.