Der heilige Gral

universal apps

Was Insider gerne als “heiligen Gral” bezeichnen, soll nun bald Realität werden. Anlässlich der Build Entwicklerkonferenz kündigte Microsoft CVP David Treadmill die sogenannten “Universal Apps” für das Windows Ecosystem an.

In anderen Worten: Entwickler sind nun in der Lage, mit dem Erstellen einer einzigen App gleich vier Plattformen – PC, Tablets, Smartphones und XBox One – gleichermaßen zu bedienen. Möglich wird das durch eine gemeinsame Windows Codebasis für alle Systeme, die sog. Windows Runtime, die nun auch für Windows Phone 8.1 kommt. 

Schreiben kann man solche Windows-universellen Projekte in unterschiedlichsten Programmiersprachen mit Visual Studio 2013 Update 2 Release Candidate. Entwickler können dabei laut Microsoft rund 90 Prozent identischen Code, ein Packaging-System und ein gemeinsames User Interface verwenden. Entwickler sind darüber hinaus auch in der Lage, innerhalb ihrer App für jeden Gerätetyp eine maßgeschneiderte Darstellung zu definieren.

Das ist etwas, was Apple oder Android bis dato nicht behaupten können und wird laut Analysten frischen Wind in die gegenwärtige Verteilung der App Plattformen bringen.

Auch wenn Microsoft bis jetzt noch keinen Universal App-Store angekündigt hat, sehen viele das bereits am Horizont. Was jedoch bereits möglich ist, sind sog. “shared app identities”, also beispielsweise der Kauf einer App für eine bestimmte Plattform und die weitere Nutzung auf allen anderen Plattformen ohne die Notwendigkeit, die App erneut zu erwerben. Dasselbe gilt analog auch für In-App Käufe.

Mehr dazu: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Universal-Apps-fuer-Windows-und-Windows-Phone-2160982.html

Update: Einige Universal Windows apps, die es bereits gibt…

UniversalApps

Microsoft reloaded

Was ist nur mit Microsoft los? Wo ist die Firma geblieben, deren einziges Mantra die hauseigene Windows Plattform war? Wo ist nur Steve Ballmer geblieben, der noch Linux mit einer Krankheit verglich und über das neu erschienene i-Phone witzelte?

Die Firma gibt´s noch. Der Rest ist Geschichte. Und der neue CEO, Satya Nadella, definiert die bisherige Strategie neu aus. Denkt die auf Mobilität und Cloud Services basierende Generallinie einfach auf andere erfolgreiche Plattformen wie iOS oder Android weiter – und bringt konsequenterweise Produkte wie OneNote für den Mac oder Android Smartphones raus.

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Und letzte Woche dann der bereits seit längerem erwartete Paukenschlag mit Microsoft Office für Apples iPad. Seit ein paar Tagen gibt es nun auch Word, Excel und PowerPoint im App Store von Apple. Und damit erweitert Microsoft auch schlagartig den Markt für sein Office Produkt um ein Vielfaches. Schöne Aussichten, die auch die Fantasien der Analysten an der Börse beflügelte und zu einem “Alltime-High” der Microsoft Aktie führte.

Microsoft holt damit seine Kunden dort ab, wo sie bereits sind. In einer zunehmend mobilen Welt, die sich auf einer breiten Varianz an Geräten und Plattformen abspielt. Einer Welt, die Software bzw. Programme nicht mehr an ein bestimmtes Gerät bindet, sondern als Service über die Cloud beziehen lässt. Und das über alle Lebensbereiche – egal ob es sich dabei um berufliche, private oder persönliche Agenden dreht.

Vertrauen und Medienkompetenz sind dabei wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg. Vertrauen in die Integrität der dahinterliegenden Cloud-Dienste und der sichere Umgang des Einzelnen damit. Nur aus dieser Paarung entsteht auch eine nachhaltige Wertschöpfung, die deutlich über den Möglichkeiten der noch vorherrschenden PC-zentrierten Welt liegt.

Sich von der aktuellen Datenschutzdiskussion zu stark ins Bockshorn jagen zu lassen wäre allerdings ein Schuss in den Ofen. Sie sollte vielmehr Anlass zum Nachdenken und bewusstem Umgang mit Daten sein. Die Suche nach der 100%ig sicheren Lösung wird niemals erfolgreich sein, nicht zuletzt weil nichts  und niemand das für sich in Anspruch nehmen kann. Aber man kann das Beste daraus machen und den erzielbaren Nutzen mit den möglichen Risken in eine gemeinsame Gleichung bringen – und so habe ich auch den Blogeintrag von Tobias Höllwarth, Präsident der EuroCloud, verstanden, der das in seinem gestrigen Blogeintrag “Grillen im Freien gehört verboten” sehr anschaulich mit Vergleichen aus dem Alltag thematisierte.

Der Vater von Surface kommt nach Wien

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Der Director of Design und damit Vater des ersten Microsoft Tablets Surface begibt sich in seiner Keynote am Microsoft Day mit den Besuchern auf eine Zeitreise – von der Entwicklung des Surface bis hin zur perfekten Symbiose von Hardware und Software.

Wer mag, kommt am 8.4. in die Hofburg und kann im Rahmen der Surface Ausstellung auch mit ihm persönlich ins Gespräch kommen.

Groene ist Design Director der Surface-Abteilung bei Microsoft. Gelernt hat das Deutsche erst bei VW, ging dann in die USA und arbeitete für die unterschiedlichsten Design-Firmen und -Auftraggeber, bevor er nach einem Projekt für Microsoft direkt nach Redmond wechselte und das Projekt Surface von Anfang an betreute und maßgeblich dafür mitverantwortlich ist. Davor hatte er sich zum Beispiel die ebenfalls sehr erfolgreiche Arc Touch Mouse ausgedacht – mit der ich bis heute sehr gerne arbeite.

Groene hat einiges zu erzählen, hier als Vorgeschmack ein Video, das letzten Oktober in Berlin aufgenommen wurde sowie hier der Link zum WebStandard Interview, das im Juni letzten Jahres via Lync Konferenz geführt wurde.

Lumia Black ist da

Nachdem ich mich bereits Mitte Oktober auf das Update zum Windows Phone 8 mit dem prosaischen Namen GDR3 (General Distribution Release 3) gefreut habe, ist es nun endlich auch für mich angekommen – gemeinsam mit dem Nokia Firmware-Update Lumia Black. Während in Deutschland die Anwender des Lumia 820 und 920 teilweise noch bis Ende Jänner warten müssen, habe ich nun mein Update für mein Lumia 920 via A1 bereits bekommen.

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Rück- und Ausblicke

Es ist die Zeit der Jahresrückblicke und auch Microsoft darf hier nicht fehlen. 2013 war ein Jahr mit unüberhörbaren Meilensteinen wie der Akquisition der Mobilfunksparte von Nokia oder dem Start von Xbox One. Und dazwischen gab´s jede Menge kleinere Geräusche wie Surface 2 oder Windows 8.1, die in diesem “Video Selfie” verarbeitet wurden.

 

Und damit an dieser Stelle ein ganz herzliches
Happy New Year! Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein fantastisches 2014!

So, nun zum Ausblick. Und weil der Blick auf die Zukunft deutlich spannender als ein Rückblick ist, hier noch ein paar Dinge, auf die wir uns bereits freuen können:

Hier, was wir offiziell zur gerade stattfindenden CES in Las Vegas ankündigen:
Highlights zur Consumer Eletronic Show 2014

Die Microsoft Beobachterin Mary Jo-Foley geht noch einen Schritt weiter und prognostiziert 5 mögliche Produkte, die sie 2014 von Microsoft erwartet. Ein Surface Mini zum Beispiel, oder ein Touch optimiertes Microsoft Office, das auch gleich für Android und iPad daherkommt. Mal sehen, was davon tatsächlich eintrifft:
http://redmondmag.com/Articles/2014/01/01/2014-Predictions.aspx

Professor OneNote

Hurra. Österreich lässt das PISA-Tal hinter sich. Die Unterrichtsministerin spricht von einer “Trendumkehr”, PISA Erfinder Andreas Schleicher vom “Ende der Talfahrt”. Allerdings ist damit gerade einmal das Niveau von 2003 und 2006 erreicht. Und die Beobachter sind sich einig, dass das heimische Bildungssystem auf der Stelle tritt.

Eine der zentralen Fragen ist: Woher soll die Innovation kommen, die uns als Ganzes voran bringt. Ich meine: Es würde schon mal ausreichen, Innovation überhaupt zuzulassen. Weiterlesen

Windows Phone als Office Fernbedienung

Wieder mal etwas einfach Praktisches für Knowledge Worker, auf das ich an dieser Stelle hinweisen möchte. Wer viele Präsentationen hält, wird es besonders schätzen können, dass nun auch sein Windows Phone als Fernsteuerung für seine Powerpoint Folien, Excel Grafiken oder Text-Zooms in Word dienen kann. Weiterlesen